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Gentechnikfreies Remseck

Wir können uns vorstellen, dass die Stadt Remseck wie z.B. Möglingen, in den Pachtverträgen mit Landwirten den Verzicht auf den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen festschreibt. Das wäre ein guter Schritt und ein wichtiges politisches Zeichen für ein gentechnikfreies Remseck! Schließlich brauchen wir diese Technologie nicht und die meisten Verbraucher sehen das auch so.

Wir können uns vorstellen, dass die Stadt Remseck wie z.B. Möglingen, in den Pachtverträgen mit Landwirten den Verzicht auf den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen festschreibt. Das wäre ein guter Schritt und ein wichtiges politisches Zeichen für ein gentechnikfreies Remseck! Schließlich brauchen wir diese Technologie nicht und die meisten Verbraucher sehen das auch so. Ebenso will die breite Mehrheit der Bauern keine Gentechnik, da die Methoden der konventionellen Pflanzenzüchtung für die Landwirtschaft vollkommen ausreichend sind.

 

Spätestens seit 2005 in Remseck versehentlich gentechnisch veränderter Mais ausgesät wurde, jedoch Gott sei Dank vor der Blüte untergepflügt wurde und sich daher nicht vermehren und ausbreiten konnte, ist das Thema Gentechnik in Remseck ein Thema. Es ist durch Umfragen bekannt, dass die meisten Verbraucher keine gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln möchten. Der Kunde ist König, heißt es. Demnach müsste das Thema Gentechnik in der Nahrung eigentlich erledigt sein. Agroindustrie und Teile der Politik lassen jedoch nicht locker.

 

Schavan powert Gentechnik

Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) wurden vor kurzem 30 000 Unterschriften für gentechnikfreie Pflanzen, Nahrungsmittel und Bier von heimischen Brauereichefs übergeben. Die "Brauer mit Leib und Seele", wie sich die Gemeinschaft von zehn Brauereien nennt, erlebten bei der Übergabe eine glühende Verfechterin der Gentechnik in der Landwirtschaft. Während es bei solchen Gelegenheiten sonst eher üblich ist, dass man sich diplomatisch gibt und Verständnis für die Gegenposition zeigt, ging Schavan bei der Übergabe der Unterschriften in der Berg Brauerei in Ehingen in die Offensive: "Wir würden heute woanders leben, wenn wir uns in den vergangenen Jahrzehnten der Forschung verschlossen hätten. Als Christin muss ich sagen, dass Gott den Verstand, die Kraft und die Ideen der Menschen braucht, um seine Schöpfung zu kultivieren. Und die Grüne Gentechnik ist eben die nächste Phase der Kultivierung." Zudem müsse man "die Gentechnik aus dem Labor herauslassen, sonst würde der Steuerzahler sich wundern, warum die hochfinanzierte Forschung nicht angewendet wird". Oha, daher weht der Wind! Das erinnert fatal an die Atomkraftdiskussion! Bloß sind wir hier inzwischen weiter. In die Forschung für Atomkraftwerke wurden Milliarden investiert, aber immerhin und trotzdem wurde in Deutschland und anderen Ländern der Ausstieg aus dieser Risikotechnologie beschlossen.

 

Unsere Forderung Richtung Gentechnikforschung kann nur lauten: Keine Gelder für diese Forschung in der Landwirtschaft, weil wir sie nicht brauchen. Gentechnikforschung brauchen wir in der Medizin, z.B. für die Behandlung bisher unheilbarer Krankheiten, aber nicht in der Landwirtschaft. Dass Christen auch andere Positionen als Frau Schavan in dieser Frage vertreten, wissen wir von Dr. Clemens Dirscherl vom Evangelischen Bauernwerk, der auch Agrarbeauftragter der EKD ist. Auf unserer Podiumsdiskussion letztes Jahr im Gasthof Lamm in Neckargröningen äußerte er sich äußerst kritisch zur Gentechnik in der Landwirtschaft und hält sie nicht für notwendig.

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