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Initiative für gentechnikfreie Landwirtschaft

Unsere Fraktion hat bei der Stadtverwaltung beantragt, bei der Neuverpachtung von städtischen landwirtschaftlichen Flächen und der Verlängerung von Pachtverträgen die Pächter vertraglich zu verpflichten, auf den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zu verzichten. Die Stadt Remseck hat 40 ha Ackerland, 14 ha Wiesen und 36 ha Wald verpachtet.

Unsere Fraktion hat bei der Stadtverwaltung beantragt, bei der Neuverpachtung von städtischen landwirtschaftlichen Flächen und der Verlängerung von Pachtverträgen die Pächter vertraglich zu verpflichten, auf den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zu verzichten. Die Stadt Remseck hat 40 ha Ackerland, 14 ha Wiesen und 36 ha Wald verpachtet.

 

Wir wissen wenig über die Risiken der Gentechnik in der Landwirtschaft, klar ist aber, dass sich beim Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen deren Erbgut auch auf nicht gentechnisch veränderte Pflanzen derselben Art oder artverwandte Wildpflanzen übertragen kann. Diese Gene sind dann nicht mehr rückholbar. Die meisten Menschen lehnen Gentechnik in der Landwirtschaft ab, weil nicht klar ist, wie sicher gentechnisch veränderte Nahrungsmittel für die Gesundheit sind.

 

Wir brauchen keine Gentechnik-Landwirtschaft.

Gentechnisch verändertes Saatgut brächte weder Bauern noch Verbrauchern Vorteile. Die Bauern werden nur abhängig von wenigen global tätigen Saatgutherstellern, die eine Monopolstellung anstreben. Die Verbraucher hätten keine wirkliche Wahl mehr bei Nahrungsmitteln, da eine Koexistenz zwischen gentechnikfreier und Gentechnik-Landwirtschaft bei unserer kleinräumig strukturierten Landwirtschaft nicht möglich ist. Es gibt in Deutschland und Europa zahlreiche Städte und Regionen, die sich zur gentechnikfreien Zone erklärt haben im Sinne eines vorbeugenden Verbraucher- und Umweltschutzes. Wir würden Remseck auch gerne in diesem Kreis sehen.

 

Gentechnikfreies Remseck, das wäre doch was! Ein erster Schritt in diese Richtung sind städtische Pachtverträge, die den Verzicht auf die Verwendung von gentechnisch manipuliertem Saatgut festschreiben. Mit solchen Pachtverträgen kann eine gentechnikfreie Landwirtschaft unterstützt werden.

 

Die Evangelische Landeskirche Württemberg bittet z.B. in ihrem Musterpachtvertrag die Landwirte kein gentechnisch verändertes Saatgut aufzubringen und keine gentechnisch veränderten Organismen anzubauen. Die Kirche will "damit einen aktiven Beitrag zum Schutz und Erhalt der Schöpfung leisten und durch ein nachhaltiges Wirtschaften die Lebensgrundlage für alle jetzt und zukünftig lebenden Menschen ebenso sichern wie die Natur."

 

Im Kreis Ludwigsburg rät der Bauernverband seinen Mitgliedern auf den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zu verzichten. Als bisher einzige Gemeinde im Landkreis hat die Gemeinde Möglingen in ihren Pachtverträgen das Verbot des Anbaus gentechnisch manipulierten Saatguts festgeschrieben. Dem Möglinger Beispiel möchten wir gerne folgen.

 

Durch die Aufnahme des Verbots des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen unterstützt die Stadt die Bemühungen für eine gentechnikfreie Landwirtschaft. Ein solches Verbot ist sicherlich ein kleiner, jedoch symbolisch nicht zu vernachlässigender Beitrag für eine gentechnikfreie und vom Verbraucher gewünschte Landwirtschaft in Remseck. Wer etwas gegen grüne Gentechnik machen will, kann dies tun, und wir meinen, auch die Stadt Remseck sollte es tun. Wir hoffen auf die Unterstützung der anderen Fraktionen.

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