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Besuch im Haus am Remsufer in Neckarrems

Gemeinderatskandidaten der Grünen, Gemeinderäte und unser Landtagsabgeordneter Jürgen Walter informierten sich im Haus am Remsufer über das dortige Pflegeheim für Senioren. Heimleiter Klaus Hägele stellte das Pflegekonzept des im Oktober 2008 eröffneten Hauses vor. Jedes Stockwerk beherbergt eine Wohngruppe mit 17 älteren Menschen. Von 51 möglichen Plätzen in 45 Einzel- und 3 Doppelzimmern sind 34 belegt.

Gemeinderatskandidaten der Grünen, Gemeinderäte und unser Landtagsabgeordneter Jürgen Walter informierten sich im Haus am Remsufer über das dortige Pflegeheim für Senioren. Heimleiter Klaus Hägele stellte das Pflegekonzept des im Oktober 2008 eröffneten Hauses vor. Jedes Stockwerk beherbergt eine Wohngruppe mit 17 älteren Menschen. Von 51 möglichen Plätzen in 45 Einzel- und 3 Doppelzimmern sind 34 belegt. "Die Nachfrage nach Plätzen ist groß, der Engpass sind Pflegekräfte", sagt Klaus Hägele.

 

Engpass Pflegekräfte

 

Nach dem Stellenschlüssel müssen mindestens 50 % der Pflegekräfte examinierte Alten- oder Krankenpfleger sein. "Der Stellenmarkt für Pflegekräfte ist leergefegt", meint Klaus Hägele. Über Anzeigen und Kontakte mit Ausbildungsschulen versucht er die für Vollbelegung notwendigen Pflegekräften zu bekommen. Zukünftig will das Heim auch selber Pflegekräfte ausbilden.

 

Soziale Berufe haben in unserer Gesellschaft leider nicht das Ansehen und das Einkommen, das sie für ihre wichtige Arbeit verdient haben. Die Grünen fordern in ihrem kürzlich beschlossenen Bundestagswahlprogramm 150 000 neue Jobs im Gesundheits- und Pflegesektor. Bereits heute beschäftigen die 11 000 ambulanten Pflegedienste und 11 000 Pflegeheime fast so viele Menschen wie die Automobilindustrie. Wir brauchen einen Imagewechsel bei den Pflegeberufen. Die Pflege wird momentan meist als Kostenfaktor gesehen, dabei ist sie ein wichtiger Antriebsmotor für die Volkswirtschaft, ein Wachstumsmarkt und Jobmotor. Nach einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft, wird sich der Bedarf an Vollzeitbeschäftigten bis 2050 verdreifachen.

 

 

Ehrenamtliche helfen

Ehrenamtliche Helfer unterstützen die Arbeit der Pflegekräfte im Haus am Remsufer mit einem vielfältigen Angebot an Unterhaltung, Begleitung beim Spazierengehen oder bei Ausflügen. "Ohne Ehrenamt ginge das alles hier so nicht", sagt Klaus Hägele.

 

Das Haus am Remsufer wird von der Evangelischen Heimstiftung betrieben. Großen Wert legt die Heimleitung nach Aussage von Herrn Hägele auf gutes Essen für die Bewohner. Zu einem Essenspreis von 6,80 € können auch die Nachbarn in den betreuten Seniorenwohnungen im Heim essen. Die Nachbarn im betreuten Wohnen können auch den ambulanten Pflegedienst des Heims und auch die 24h-Notrufleitung ins Pflegeheim in Anspruch nehmen.

 

Wichtiger Arbeitgeber

 

Derzeit beschäftigt die Evangelische Heimstiftung am Standort Neckarrems 30 Menschen. Pflegeheime und der ambulante Pflegedienst sind bereits jetzt ein wichtiger Arbeitgeber in Remseck. Neben dem Haus am Remsufer gibt es als weitere Pflegeheime noch die beiden Kleeblattheime in Aldingen und Pattonville, in Hochberg wird in Kürze ein weiteres Pflegeheim entstehen.

 

Die Kosten eines Pflegeplatzes in der Pflegeklasse 2 betragen im Monat 3 113 €. Bei einem Anteil der Pflegekasse von 1 279 € verbleiben für die Bewohner 1 834 €. Bei Pflegestufe 1 beträgt der Eigenanteil 1649 €, bei Pflegestufe 3 knapp 2 200 €.

 

Wir bedanken uns für das gute Gespräch mit Herrn Hägele.

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