Das Gesetz für mehr Artenvielfalt – eine Chance für Remseck

Ein weiterer Schritt zum Gesetz zur Rettung von Bienen und Artenvielfalt hat im Landtag letzte Woche weiter Form angenommen. Die grün-geführte Koalition hat am Mittwoch im Landtag nun einen entscheidenden Schritt für mehr Natur- und Umweltschutz in Baden-Württemberg gemacht.

 

Nach längerer Debatte hatten sich die Landesregierung und der Trägerkreis des Volksbegehrens - von Naturschutzverbänden bis zu Landnutzungsverbänden - zur Weiterentwicklung von "Rettet die Biene" verständigt. Die Grüne Gemeinderatsfraktion Remseck und der Grüne Ortsverband mit unseren Vorsitzenden Frank Feldmann und Julian Gareis haben hierzu schon Anfang des Jahres zu einer Veranstaltung geladen, an der auch viele Remsecker Landwirt*innen teilgenommen haben.

Für uns ist klar: Artenschutz, das geht nur gemeinsam mit Naturschutz und Landwirtschaft. Schon vor einigen Jahren durfte ich als Kreisrätin für den LEV (Landschaftserhaltungsverband) im Landkreis stimmen, der seither gute Arbeit leistet.

Eine intakte Natur ist uns Grünen ein wichtiges Anliegen. Wir müssen uns gemeinsam dafür einsetzen, dass es auch in Zukunft genügend Vögel, Bienen und Insekten in unseren Gärten und auf unseren Feldern gibt. Wir meinen: Mit dem vorgelegten Gesetzentwurf stärken wir den Arten- und Naturschutz in Baden-Württemberg und setzen bundesweit Standards. Gleichzeitig schaffen wir der Landwirtschaft eine Zukunftsperspektive.

Mit dem Gesetz soll der Anteil des Ökolandbaus bis 2030 auf 40 Prozent anwachsen, auf Landesflächen wird biologischer Anbau vorgezogen. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln soll auf 40 bis 50 Prozent der Gesamtmenge reduziert werden. Ab 1. Januar 2022 ist der Einsatz aller Pestizide in Naturschutzgebieten verboten. Das Land will einen landesweiten Biotopverbund auf 15 Prozent der Landesfläche bis 2030 aufbauen. Außerdem werden Streuobstbestände ab einer Größe von 1500 Quadratmeter künftig strenger geschützt.

Artenschutz beginnt schon in der Kommune. Und einige Regelungen des Gesetzes sehen konkrete Maßnahmen für Remseck vor:

  • Verbot von Schottergärten
  • Eindämmung der Lichtverschmutzung durch Beleuchtung im Außenbereich
  • insektenfreundliche Pflege von Garten- und Parkflächen in öffentlicher Hand


Wir sehen die Stadt Remseck hier auch in einer Vorbildfunktion. Das bedeutet für uns auch mehr Blühstreifen, eine insektenfreundlichere Bepflanzung von kommunalen Grünflächen und eine weitere Reduktion von Pestiziden auf Remsecker Böden. Wir wissen, dass Flächenverbrauch, Trockenheit und das Preisdiktat der Supermarktketten unseren Landwirt*innen zusetzen. Deswegen setzen wir uns für eine regionale und/oder Bio-Produktion ein. Einen entsprechenden Antrag haben wir letztes Jahr im Haushalt eingebracht. Wir wollen damit erreichen, dass die Stadt als Beschafferin Einfluss auf die Nachfrage von nachhaltigen Produkten, insbesondere Lebensmitteln, nimmt.

Machen Sie mit und unterstützen Sie die regionale und biologische Produktion mit Genuss mit! Verbannen Sie freiwillig Schotterwüsten und Gärten des Grauens aus unserer Stadt und tragen wir alle gemeinsam zu mehr Artenvielfalt bei!