Warum wir die Westrandbrücke brauchen

Wir Grüne sind aus zwei Gründen für die Westrandbrücke:

  • damit wir die Neue Mitte für die Remsecker Bürgerinnen und Bürger als attraktives neues städtebauliches Zentrum entwickeln können und
  • damit wir einen besseren Verkehrsfluss und weniger Staus bekommen.

 

Weniger Staus

Wir sind für die Variante 3a bei der Westrandbrücke. Da hätten wir dann ähnlich viel Verkehr wie auf der jetzigen Neckarbrücke. Das ist viel, zweifellos! Wir hätten aber einen besseren Verkehrsfluss und weniger Staus als auf der heutigen Neckarbrücke. Warum? Weil die Knotenpunkte, also die Kreuzungsbereiche bzw. die Anschlüsse der anderen Straßen weiter auseinander liegen. Es können dann in der gleichen Zeit mehr Fahrzeuge die Brücke queren als auf der jetzigen Brücke. Die Planung geht davon aus, dass dadurch die Qualitätsstufe D für den Verkehrsfluss, also ausreichend (Note 4), erreicht wird. Das wäre ein Fortschritt! Auf der jetzigen Brücke haben wir die Qualitätsstufe F oder unbefriedigend, also eine glatte 6.

 

Wer die Neue Mitte will, braucht die Westrandbrücke!

Es geht nicht nur um die Frage Westrandbrücke ja oder nein, sondern damit unmittelbar zusammenhängend: Wollen wir eine attraktive Neue Mitte: ja oder nein. Wir Grüne sind für die Westrandbrücke, weil nach unserer Meinung nur so eine attraktive Neue Mitte möglich ist. Es macht keinen Sinn 30 000 oder noch mehr Kraftfahrzeuge durch ein Stadtzentrum zu führen und schon gar nicht durch ein Zentrum, das noch geschaffen wird. Eine Neue Mitte macht nur Sinn, wenn der Verkehr nicht durch sie hindurchfährt, sondern an deren westlichen Rand verlagert wird. Im Zentrum soll Vorfahrt für Fußgänger, Radfahrer und den ÖPNV gelten, nicht für Autos und LKW's.

Die Westrandbrücke ermöglicht in der Neuen Mitte ein urbanes Zentrum in Remseck mit verdichtetem und umweltverträglichem Wohnen. Hier können mehrere hundert neue Wohnungen entstehen und neue Wohnungen brauchen wir angesichts Wohnungsknappheit und hoher Wohnungspreise dringender denn je. Hier haben wir die Möglichkeit in großem Umfang neuen Wohnraum zu schaffen in energieeffizienter und klimafreundlicher Bauweise und mit umweltfreundlicher Mobilität zu verbinden.

 

Was ist die realistische Alternative zur Westrandbrücke?

Alles bleibt wie es ist. Es wird keine neue Brücke gebaut. Was wäre die Konsequenz daraus? Wenn wir alles so lassen und keine Westrandbrücke bauen, dann wird der Verkehr auf der jetzigen Neckarbrücke weiter zunehmen. Dann wird das Land als Straßenbaulastträger irgendwann die Neckarbrücke sanieren müssen. Bei einer solchen Sanierung, einer bis dahin weiterhin gestiegenen Verkehrsmenge und noch mehr Staus als heute, wird die Brücke voraussichtlich nicht nur saniert, sondern auch verbreitert werden. Wenn dann das Ziel sein sollte wie bei der Westrandbrücke beim Verkehrsfluss die Qualitätsstufe D hinzubekommen, dann wird man mindestens eine 4-spurige Brücke brauchen, weil wegen der Lage der Brücke die Knotenpunkte nicht so entzerrt werden können wie bei der Westrandbrücke. Das wäre dann eine Monsterbrücke. Wir Grüne wollen keine solche Monsterbrücke!

 

Fazit

Durch die Finanzierungszusage des Landes ist die Westrandbrücke zum Greifen nahe. Wir sind froh, dass die Stadt mit dem Land übereingekommen ist, dass sich das Land mit 75 % an der Finanzierung der Westrandbrücke beteiligt. Wir werben dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger beim Bürgerentscheid für die Westrandbrücke stimmen.

Foto: Stadt Remseck