Wohnen in Remseck – ein teures Vergnügen

Stuttgart ist Spitzenreiter! Leider bei einem für die Bevölkerung weniger erfreulichen Aspekt: Stuttgart ist die teuerste Großstadt Deutschlands. Laut dem sogenannten Mietspiegelindex sind die Mieten in Stuttgart am höchsten. Damit verdrängt Stuttgart erstmals seit 20 Jahren München von dieser zweifelhaften Spitzenposition.

Der Quadratmeter Nettokaltmiete beträgt durchschnittlich 10.41 Euro. Das sind 48% über dem Durchschnitt, der in den Mietspiegelstädten insgesamt gezahlt wird. Ludwigsburg, Ditzingen, Kornwestheim und Remseck liegen nicht viel unter diesem Wert und gehören ebenfalls zu den teuersten Städten der Bundesrepublik. Remseck rangiert dabei auf Platz 22 bundesweit. Laut einer anderen Untersuchung des Wochenmagazins ZEIT stieg die Durchschnittsmiete in Remseck in den letzten 7 Jahren um 34 %. Bedenkt man, dass der Landkreis Ludwigsburg der viertgrößte der Bundesrepublik ist, lässt sich erahnen, wie hoch der Druck auf unserem lokalen Wohnungsmarkt ist.

Mietspiegel

Grundlage für den Mietspiegel der Stadt Remseck ist der qualifizierte Mietspiegel der Stadt Ludwigsburg. Der neue Mietspiegel für Remseck gilt dann ab dem kommenden Jahr. Erstaunlich ist, dass neben der allgemeinen Preisentwicklung insbesondere die Basismieten der Wohnungen der älteren Baujahre steigen, wohingegen die Preise der jüngeren Baujahre relativ stabil sind.

Die Zahlen zeigen: noch nie war Wohnen im Großraum Stuttgart und auch in Remseck so teuer wie jetzt. Und wie schon in einigen amerikanischen Städten zu beobachten, gibt es auch bei uns Menschen, die sich trotz Arbeit das Wohnen kaum mehr leisten können. Die Kommunen stehen damit vor der schwierigen Herausforderung, bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen. Gleichzeitig gilt es, sorgsam mit den Flächen umzugehen. Eine einmal versiegelte Fläche ist für immer für die Natur verloren. Der Grundsatz "Innen- vor Außenentwicklung" muss daher weiterhin gelten.

Reicht aber nicht aus, um den Druck auf den Wohnungsmarkt zu beenden. Das Land versucht dabei die Kommunen mit Förderprogrammen zu unterstützen. Ein neuer Schwerpunkt ist dabei die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, insbesondere Sozialmietwohnraum. Betrachtet man die steigenden Mietpreise und den Zuzug in unseren Landkreis und in unsere Region ist dies sicherlich ein Thema, das weiterhin aktuell sein wird und uns in der Remsecker Kommunalpolitik weiter stark beschäftigen wird.