Daten und Aussagen von Gegnern der Westrandbrücke

Den Gegnern der Westrandbrücke gehen offensichtlich die Argumente aus. Und dann, das kannten wir bisher nur aus Amerika, werden „Fake News“ verbreitet. So behauptet die Falsch Daten Partei, das die geplante Brücke 8 m hoch werden würde.

Und das, wo es noch gar keine Entscheidung über die Bauform der Brücke gibt. Andernorts wird sich zur Behauptung verstiegen, dass die Brücke 9 m über den Gleisen der Stadtbahn geführt werden solle. Nimmt man die genannten Zahlen ernst, bliebe also gerade mal 1m Durchfahrtshöhe für die Stadtbahn. Tipp dazu: An der Wehrbrücke können reale Verhältnisse besichtigt werden.

 

Interessant auch der Blick auf die von den Gegnern genannten möglichen Alternativen: Nord-Ost-Ring mit 6-streifiger Neckarquerung und/oder ein paar geteerte Feldwege plus Ausbau Wehrbrücke sowie eine „Südbrücke“ (ehemals Andriof-Brücke). Beides belässt ca. 80% des heutigen Verkehrs auf der alten Neckarbrücke. Konsequenterweise wird dann in der „Vision 2030“ eines Vereines auch der 4-streifige Ausbau der alten Brücke dargestellt. Pikanter Weise wird die Notwendigkeit genau dieses Ausbaus auf 4 Streifen der alten Brücke von den Gegnern vehement bestritten für den Fall, dass die Westrandbrücke nicht gebaut werden sollte.

 

Dass das Regierungspräsidium aktuell keine Pläne für den Ausbau der alten Brücke hat, ist nur folgerichtig, denn das RP geht aufgrund der Finanzierungsvereinbarung (75% zahlt das Land) davon aus, das die Westrandbrücke gebaut wird.  

    

Da ja Bilder mächtig wirken und auch einfach zu erzeugen sind, finden sich monströse  Darstellungen der Westrandbrücke, die den Eindruck erzeugen sollen, dass eine Autobahn gebaut werden soll. Richtig ist, dass in den ersten Überlegungen Ver- und Entflechtungsstreifen teilweise auf die Brücke gelegt werden sollten. Dies wurde als Ergebnis erster Diskussionen geändert und es ist schon verwunderlich, dass diejenigen, nachdem ihre Bedenken berücksichtigt wurden, so tun, als ob sie nicht gehört wurden. 

 

Hören tut man aber von den Gegnern, dass bedingt durch die Westrandbrücke nach deren Bau 200.000 Fahrzeuge täglich durch die Ortsmitte von Aldingen fahren würden. Erstaunlich, dass dies einer Steigerung von 30 % entspricht nach Rechnung der Gegner bei einer prognostizierten Abnahme des Schleichverkehrs auf der Wehrbrücke um 4600 Kfz/Tag.

 

Kostenschätzungen sind immer problematisch bis hin zur Lüge, wie wir alle bei Stuttgart 21 schmerzhaft erfahren haben. Eine recht teure fertige Bauwerkplanung würde bezüglich der Kosten natürlich mehr Sicherheit geben. Aber auf der anderen Seite sehr viel Geld kosten und einen Bürgerentscheid in gewisser Weise ad absurdum führen. Aus diesem Grund wird ja jetzt der Bürgerentscheid durchgeführt. Ominöse Zahlen („RP-Insider sprechen von 40 Mio.“) und Schätzungen (Kostenteil der Stadt mindestens 20-30 Mio.“, was Baukosten von bis zu 120 Mio. impliziert) werden in den Raum gestellt ohne jeden Beleg.

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