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Müll

Und ewig grüßt das Murmeltier: Gerade hat der Kreistag einen neuen Landrat gewählt, schon gibt es eine deftige Erhöhung der Müllgebühren. Klar, die Gründe dafür liegen nicht in der Person unseres Landrates mit dem aus unserer Sicht falschen Parteibuch. Da spielen viele Fehlentscheidungen in der Vergangenheit hinein, so z.B. das Pokern mit dem  einzigen Anbieter für die Entsorgung mit der Folge noch höherer Kosten.

 

Wirklich gravierend wirken sich die plötzlich explodierten Schätzungen der Nachsorgekosten für die Deponien aus, wofür viele Millionen € zusätzlich an Rückstellungen gebildet werden müssen. Beispielsweise ist an einer Deponie die Abdichtung wohl zu dünn ausgeführt worden, es tritt zu viel und zu giftiges Sickerwasser sowie Gas aus. Folge: Die bereits vor Jahren gepflanzten Bäume müssen gerodet werden. Und danach ist eine zusätzliche Abdichtung aufzubringen und neue Bäume müssen gepflanzt werden. Bleibt die Frage, wo das Gift herkommt und wer bezahlt. Da macht es sich das Landratsamt allerdings einfach unter Berufung auf ein nicht veröffentlichtes Rechtsgutachten und belastet den einfachen Gebührenzahler im o.g. Beispiel sogar zum 2.Mal. Wobei die Vermutung nahe liegt, dass Giftstoffe im größeren Umfang eben nicht aus dem Müll privater Haushalte stammte, die jetzt die Zeche zum großen Teil zahlen sollen.

 

Gut möglich, das die Gebühren noch Gegenstand juristischer Überprüfung werden, was aber dann letztlich nur den Weg der Zahlung klärt: Gebühren oder Kreishaushalt. Und Kreishaushalt bedeutet höhere Kreisumlage für die Gemeinden. Was wiederum höhere Grundsteuer und/oder Gewerbesteuer zur Folge hätte… In Schwieberdingen wurde heimlich Asbest und Atommüll undokumentiert verscharrt, im Sickerwasser wurde der radioaktive Stoff Tritium bereits nachgewiesen. Auch das wird noch teuer werden, auch für uns im Remseck.

 

Ist der Umgang mit Müll im Landkreis schon nicht immer glücklich, so gelingt es auch im Kleinen nicht immer besser. So konnte die Einsammlung der Weihnachtsbäume dieses Jahr bedingt durch die Coronaverordnung des Landes nicht wie üblich von der Jugendfeuerwehr gemacht werden. Immerhin fand sich auf der Homepage der Jugendfeuerwehr ein entsprechender Hinweis, allerdings fand sich nichts zum Thema auf der Homepage der Stadt. Es blieb den Bürgern nur der Weg zum nächsten Hächselplatz  oder die Zerkleinerung und Entsorgung über die Biomülltonne. Beides nicht unbedingt eine gute Alternative zur Abholung, da der Häckselplatz nur selten in fußläufiger Entfernung liegt und somit eine nicht sehr umweltfreundliche PKW-Fahrt anfällt. Und die Biomülltonne ist ja in einem Mehrfamilienhaus wirklich keine Alternative.

 

Vorbildlich dagegen wie die Stadt Kornwestheim vorging: Einrichtung von mehreren Sammelplätzen im Stadtgebiet. 2 Christbaumsammelplätze wurden vom Zweckverband auch in Pattonville eingerichtet, leider nicht in der Pattonville Info oder dem Amtsblatt angekündigt. Trotzdem wurden über 1000 Weihnachtsbäume vom Bauhof Kornwestheim in Pattonville abgeholt. Danke dafür an die Bürger für die Nutzung und dem Bauhof Kornwestheim für die Arbeit.

 

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